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Fotografie studiert … und jetzt?

Vielleicht hast du auch Fotografie studiert oder bist gerade mit deinem Bachelor- oder Master fertig und fragst dich jetzt, wie es für dich weitergehen soll.

Erstmal kannst du dir natürlich überlegen, ob du langfristig gesehen selbständig arbeiten möchtest oder dich auf eine freie Stelle bewirbst. Mir ging es nach meinem Fotografie Bachelorstudium ähnlich .. ich wusste zwar, dass ich mich selbständig machen möchte, allerdings wollte ich zunächst das Reisen mit der Arbeit verbinden. Ein Bekannter meinte dann zu mir, dass ich mich doch als Fotografin auf einem Kreuzfahrtschiff bewerben könne. Gesagt, getan. Der Bewerbungsprozess ist etwas komplex, da man vor Ort in Hamburg erstmal Probearbeiten muss und Termine bei verschiedenen Ärzten vereinbaren muss (um zu überprüfen, ob man überhaupt geeignet ist und den Job ausüben darf), sowie ein Gewerbe/freien Beruf anmelden, wenn bis dato noch nicht geschehen.

Trotzdem war ich für 2.5 Monate auf einem Kreuzfahrtschiff als Fotografin tätig, habe sehr viel gearbeitet, sehr viel Fließbandarbeit gemacht und musste letzten Endes kündigen, weil es einfach nicht mir und meiner Arbeit entsprach. Es gibt auch andere Erfahrungsberichte und vielleicht ist es doch für den oder die eine ein tolles Erlebnis.

Nach der kurzen Zeit auf dem Schiff bin ich zurück nach Nürnberg gezogen und habe mich dazu entschlossen von dort in Norden – nach Hamburg – zu ziehen und anschließend in die (vorerst nebenberufliche) Selbständigkeit zu starten.

Wie war die erste Zeit in Hamburg?

Zu Beginn hieß es dann für mich 4 Tage die Woche im Einzelhandel arbeiten und einen Tag Zeit für’s Fotobusiness zu haben. Portfolio ausbauen, Seminare besuchen, die erste Website, bei Fotograf*innen vorstellen als Foto-Assistentin, Kundeakquise und die ersten Fotojobs. Ich muss sagen, dass es sehr hart war. Zum einen lag es daran, dass ich wirklich niemanden in Hamburg kannte und mir wirklich von Null an alles aufbauen musste, aber auch die 4 Tage im Einzelhandel haben geschlaucht. Als ich nur noch drei halbe Tage in der Woche festangestellt gearbeitet habe, hatte ich mehr Zeit um Kunden zu akquirieren und Fotojobs anzunehmen. 

Generell gibt es nicht den „einen Weg“ wie man es in die Selbständigkeit schafft. Das mag vielleicht nach inspirational Bullshit klingen, aber wenn ich es nicht wirklich zu 1000% gewollt hätte, hätte ich auf dem Weg wahrscheinlich irgendwann aufgegeben. Heißt, man sollte auf alle Fälle Durchhaltevermögen mitbringen – denn, Fotograf*in zu sein, bedeutet nicht nur, schöne Fotos zu machen. Es bedeutet sichtbar zu werden, Kundenakquise zu machen, Buchhaltung, Marketing, Rechnungen schreiben, Netzwerk aufbauen .. und so viel mehr!

Kurz gesagt, glaube ich, dass die folgenden Tipps oder Beispiele ein Weg sein könnten, wie man sich als Fotograf*in selbständig machen kann:

  1. Festangestellt arbeiten und nebenberuflich fürs Business zu arbeiten

Vorteil: Du hast weiterhin ein sicheres Gehalt und kannst entspannt loslegen.

2. Assistieren und Jobs annehmen

Vorteil: Als Assistent*in bist du direkt im richtigen Berufsumfeld und kannst ggf. wichtige Kontakte knüpfen.

3. Puffer und Selbständigkeit

Wenn du einen (große) Puffer auf dem Konto hast und gleich nach deinem Studium selbständig arbeiten möchtest, würde ich dir persönlich raten, dass du dich trotzdem gründlich informierst. Dazu gehört die Preisgestaltung, Buchhaltung, Steuern, Gewerbeanmeldung usw.. Das lernt man nicht von heute auf morgen und wenn du noch keine Erfahrungswerte hast, wie dein Business im Alltag läuft, könnte es schwierig werden.

4. Gründungszuschuss

Wenn du festangestellt gearbeitet hast, deinen Job kündigst und dich dazu entscheidest zu gründen, kannst du den Gründungszuschuss beantragen. Hierfür musst du einen Businessplan schreiben. Solltest du den Zuschuss erhalten, wird dir dieser mindestens 6 Monate gezahlt.

Wir haben 2020 Photolovers gegründet um anderen Fotograf*innen den Einstieg in die Selbständigkeit so einfach wie möglich zu gestalten. Damals mussten wir uns beide sämtliche Informationen aus unterschiedlichsten Seminaren, Workshops und von Steuerberater*innen einholen. 

Wenn du auch Hilfe bei einem Thema benötigst, melde dich gerne bei uns. Wir bieten auch Einzelcoaching Stunden an.

Sarah & Steffi